Kelterner helfen einer Schule für die Ärmsten
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Im Einsatz gegen Hunger und Aids: In Sambia arbeiten das Ehepaar Riegsinger und die Zivis Ingo Volz und Jonas Lutzweiler | ||
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Die „Buyantanshi Open Christian School“ in der sambischen Stadt Kabwe kann derzeit auf Hilfe aus Keltern zählen – hier Christl Riegsinger mit einer Sozialarbeiterin |
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Sambia ist ein Land mit derzeit vielen Problemen. Die Immunschwächekrankheit Aids ist eines der allergrößten. Vier Kelterner sind derzeit in dem afrikanischen Land und engagieren sich bei einem Hilfsprojekt in Kabwe, einer Provinzhauptstadt mit 170 000 Einwohnern. 1998 etablierten deutsche Entwicklungshelfer und Missionare dort die „Buyantanshi Open Christian Community Schools“ (BOCCS), deren Ziel es ist, Kindern, die aus den ärmsten Verhältnissen kommen, den Schulbesuch zu ermöglichen. Seit August 2005 wird dieses Aids-Waisen- und Schulprojekt von Steffen Riegsinger aus Weiler geleitet. Keine Kosten für die Schule Auf Schuluniform und Schulgeld in der Einrichtung wird verzichtet. Inzwischen werden über 4000 Schüler in acht Stadteilschulen unterrichtet. Rund 1000 dieser Kinder sind Vollwaisen. Über 120 Lehrer, sowie rund 30 Köchinnen und Hausmeister betreuen die Kinder und Schulen. Steffen Riegsinger ist Verwaltungsfachwirt. Vom Landratsamt Enzkreis wurde er für bis zu drei Jahre vom Dienst beurlaubt. In Kabwe ist er als Administrator tätig und verantwortlich für das Personalwesen und die ordentliche Verwendung der Finanzen. Denn das Projekt wird vorwiegend über Patenschaften finanziert, die Pateneltern aus Deutschland übernehmen. Seine Frau Christl Riegsinger unterstützt ihn in der Patenschaftsbetreuung: Die Pateneltern bekommen jährlich einen persönlichen Bericht über die Entwicklung ihres Patenkindes und der Schulen. Die Großfamilie der Patenkinder erhält überdies eine monatliche Zuteilung von Nahrungsmitteln. Dass diese Hilfe wirklich den Bedürftigen zugute kommt und nicht in dunklen Kanälen verschwindet, dafür sorgen die zwei Sozialarbeiterinnen der Schule, die immer wieder in den Slums von Kabwe zu Hausbesuchen unterwegs sind. Warmes Essen für die Waisen Komplettiert wird das Kelterner Team durch Ingo Volz und Jonas Lutzweiler. Seit Jahren schon gibt es bei BOCCS zwei Zivildienstplätze. Seit Mitte August sind die beiden 21-Jährigen im Einsatz. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die einzelnen Stadtteilschulen mit Feuerholz und Nahrungsmitteln zu versorgen. Denn die Vollwaisen erhalten an jedem Schultag eine warme Mahlzeit. Dieses Schulspeisungsprogramm soll angesichts der drohenden Hungersnot 2006 sukzessive auf die ganze Schülerschaft ausgeweitet werden. Dazu muss in großen Mengen Maismehl, Bohnen, Kraut und vieles andere eingekauft, zugeteilt und ausgefahren werden. Aber die beiden Zivildienstleistenden sind in der Regenzeit auch mit dem Abdichten von Dächern beschäftigt. Im Schulalltag bringen sie sich in verschiedene so genannte „Clubs“ ein wie Fußball- und Basketball-Arbeitsgemeinschaften oder auch Mathe-Clubs. Das Miteinander mit den trotz aller Not fröhlichen Menschen in Kabwe fällt nach erstem, harten Eingewöhnen zunehmend leicht, auch wenn es immer wieder betroffen macht, wenn ein Kind oder auch einer der jungen Lehrer der Krankheit Aids zum Opfer fällt. Margot Kristof, die Frau des deutschen Botschafters in Sambia, lobt das BOCCS-Projekt. Es sei besonders wichtig, da das staatliche Bildungssystem des Landes darnieder liege: „Tausenden von Kindern in Kabwe wäre der Schulbesuch ohne BOCCS unmöglich.“ Wer die Arbeit durch Spenden oder eine Patenschaft unterstützen möchte, erhält Informationen von Martin Lutzweiler, Telefon 0 72 36 / 93 28 23.
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| Erstellt am: 04.01.2006 | ||
www.boccs.de (externer Link) |
Quelle: http://www.pz-news.de/region/sonstige/76653/index.html