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Bericht von Sophia Knodel
Wie man in Amerika verloren geht Lost in translation
Am Flughafen in London faengt es langsam an fuer dich interessant zu werden. Aber bis jetzt hattest du noch keine Verstaendigungsschwierigkeiten, alles etwas, was du mehr oder weniger schon kanntest. Erst in Philadlphia trifft dich der amerikanische Slang mit richtiger Wucht, so dass dich die Leute wahrscheinlich fuer etwas begriffsstutzig halten, weil du mit einem grossen, offensichtlichen Fragezeichen auf dem Gesicht dastehst und unzusammenhaengende Dinge von dir gibst, die deine ersten Versuche mit demGebrauch der englischen Sprache in Amerika sind. Nachdem dich die Flughafenbeamten geloechert haben und sich genug ueber dich lustig gemacht haben, weil sie glauben du verstehst sie nicht, was du auch nicht wirklich hast, aber der Tonfall ist fuer dich mehr als verstaendlich, darfst du endlich den ersten Schritt auf amerikanischen Boden setzten. Mit der Weile ist dir so ziemlich alles egal, von der langen Reise bist du muede und der Gedanke an ein Bett laesst dich auch die Nervositaet vor dem bevorstehenden ersten Gespraech mit deiner neuen Familie vergessen. Das laeuft erstaunlich gut und motiviert dich ein wenig fuer den kommenden Tag. In der Schule sprechen die Leute noch schneller, als deine Englischlehrerin , wenn sie sauer ist und noch dazu im Teenageslang, den du von MTV kennst , nur eben ohne Untertitel. Nach ungefaehr zwei Stunden hast du das Schema dann raus: “Hey, nice to meet you. What was your name? I am...“ oder manchmal auch noch “Do you like America?” Das wird den Schultag ueber immer einfacher und routinemaessig, was nicht unbedingt gut sein muss. Du bist im Jadlag und damit irre muede. Und so kann es passieren, dass du ploetzlich die neue Schuelerin aus Maine bist, die einen Collegevorbereitungskurs an der Archmere Academy macht und das ganze Jahr ueber bleibt. Wenn du Glueck hast, dauert es nur zehn Minuten um klarzumachen, dass das ja gar nicht der Fall ist und dass du mehr mitleidige Blicke als Gelaechter ernstest. Davon entmutigt versuchst du leiser, schneller und angepasster, nur noch dann etwas zu sagen, wenn es unbedingt notwendig ist. Aber es gibt immer Leute, die dich aus einer Kriese wieder rausziehen und dich aufbauen. Und in den naechsten drei Tagen hast du das mit dem Verstehen und Sprechen besser drauf , als du es gedacht haettest und glaubst zu mindest ,es verinnerlicht zu haben. Diese noch so schoene Illusion kann dir aber ganz schnell mit Hilfe eines Restaurantbesuches und einer Bedienung aus Texas wieder genommen werden. Der breite Akzent der dich empfaengt, laesst dir den Mund offen stehen, vor Angst geweitete Augen, Panik! Du hast kein einziges Wort vertsanden. Was sie da gesagt hat, war definitiv in Englisch und du kannst es nicht fassen, dass du wie an deinem ersten Tag mit einem Brett vor dem Kopf dastehst und dich mit Haenden und Fuessen verstaendigen musst. Wie du spaeter erfaehrst, kannst du diese Niederlage getrost wegstecken, denn selbst die Amerikaner verstehen sich gegenseitig manchmal nicht. Wenn sich jemand aus Delaware mit einem aus Texas unterhaelt, kommt das wohl einer Konversation zwischen einem Bayer und jemandem aus Hamburg nahe. Dich in Amerika zurecht zu finden ist eine Sache, dich in Englisch nicht zu verlieren, eine andere.Es gibt Situationen in denen du dich ernsthaft fragst, was dir deine Lehrer eigentlich beigebracht haben.Es gibt ganze drei verschiedene Begriffe fuer Serviette, hast du dir je ueberlegt, was Taschentuch heisst? Mit „Tempo“ kommst du jedenfalls nicht besonders weit.Was ist mit Muelleimer, Waschbecken, Gewuerze oder Amaturen? Mal ganz abgesehen von Schweinegrippe. So ganz alltaegliche Dinge, die fuer dich selbstverstaendlich sind, stellen dich nun vor grosse Probleme, die sich eventuell mit einem Worterbuch loesen lassen und du wuerdest es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Ausser du hast es natuerlich aus „Platzgruenden“ und zur „Selbstmotivation“ zu Hause auf deinen Schreibtisch gelegt und beim Kofferpacken ganz fest daran gedacht, es genau dort liegen zu lassen. Nein, du hast es dort gar nicht vergessen, sondern mit Absicht nicht mitgenommen, das versteht sich von selbst. Es gibt in den Wochen, die du in Amerika verbringst, haufenweise Hochs und Tiefs und es ist nicht immer ganz einfach. Manchmal gibst du sinnlose Dinge von dir, die selbst in Deutsch nicht weniger unlogisch waeren und die Leute laecheln gutmuetig, weil sie glauben du haettest Probleme mit ihrer Sprache, waehrend du dir ziemlich verloren und bloed vorkommst. Die englische Sprache kann fuer dich wirklich zu so etwas wie einem Labyrinth werden, in dem du verloren gehst, aber mit etwas Mut , Uebung und Hilfe gut wieder rausfindest. Die Menschen sind sehr hilfsbereit und haben viel Verstaendnis, so dass du dich schnell wohl fuehlen kannst und eine echt tolle Zeit hast.
Verlieren kann man sich auf viele Weise in den USA, nicht nur in der Sprache. Die einen verirren sich in den riesigen Staedten, Einkaufszentren oder Supermaerkten, die anderen verlieren sich in der Schoenheit des Indian Summers, der Landschaft, der Atmosphaere oder gar im Essen. So mancher von uns wuerde glaube ich gerne fuer eine Weile verloren gehen, bis er sicher ist, dass er das Flugzeug verpasst hat um noch etwas hier bleiben zu koennen. Um noch ein bisschen mehr von einem neuen und faszinierenden Irrgarten zu entdecken.
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Bericht von Lea Miene
Wie man in einem amerikanischen Haus ueberlebt
In einem amerikanischen Haus kann man, wenn man zum ersten Mal in den Staaten ist, einiges falsch machen oder nicht verstehen.
Fangen wir mit den Lampen an. In wohl ziemlich jedem deutschen Haushalt gibt es am Kabel einer Lampe einen Schalter um diese anzuschalten. Nicht so in Amerika! Will man hier beispielsweise die Nachttischlampe anschalten, kann man noch so lange das Kabel absuchen und die Lampe drehen und wenden, man wird keinen Schalter finden. Stattdessen befindet sich direkt unter der Gluehbirne ein kleiner Stab, der sich hin und her schieben laesst, um die Lampe an- und auszuschalten. Dieser laesst sich vor allem mitten in der Nacht bei vollkommener Dunkelheit sehr gut finden.
Als naechstes zum Bett. Nein, hier gibt es nicht,wie aus Deutschland gewohnt, eine Bettdecke. Es gibt drei. Ein duennes Laken, ein etwas dickeres Laken und eine dicke Decke. So weit so gut, das Problem liegt darin unter die Bettdecken zu kommen, da die beiden Laken seitlich unter die Bettkante geklemmt sind. Man robbt sich also unter die Laken, um dann wie festgeschnallt im Bett zu liegen. Das Gute daran ist, dass man nicht so leicht aus dem Bett faellt und somit eine Gefahrenquelle weniger hat.
Diese wird aber in der Kueche gleich wieder durch eine andere ersetzt. Der Spuelbeckenabfluss. Dieser dient natuerlich dazu Wasser abzulassen, er hat aber hier in Amerika durchaus noch eine weitere Funktion. So fragt man sich, weshalb die Amerikaner ihre Essensreste ins Spuelbecken werfen, wo es hier doch auch Muelleimer gibt. Also probiert man es aus und wirft die eigenen Reste ins Spuelbecken, doch beim Versuch diese in den Abfluss zu schieben schreit, wenn man Glueck hat, irgendjemand, dass man die Haende aus dem Abfluss nehmen soll. Aber weshalb? Nun, wie gesagt, amerikanische Abfluesse haben noch weitere Funktionen: Essensreste zu zerkleinern, mit einem im Abfluss rotierenden Messer. Wer also seine Finger gerne behalten wuerde sollte seine Essensreste doch lieber in den Muelleimer werfen und den gefaehrlichen Abfluss den Amerikanern ueberlassen.
Ein weiteres Raetsel sind die Fenster. Zunaechst einmal ist die Jalousie im Weg, die man aber, entweder durch Glueck oder Geschick, relativ schnell aus dem Weg bekommt. Doch wie oeffnet man das Fenster? Weder druecken noch ziehen hilft hier weiter. Man muss zuerst, meist in der mittleren Leiste des Fensters, einen kleinen Hebel drehen und dann den unteren Teil des Fensters nach oben ziehen. So laesst sich mit etwas Knobelei auch ein amerikanisches Fenster oeffnen.
Als naechstes zur Dusche. Der Duschkopf ist oben an der Wand festgeschraubt und laesst sich nicht bewegen. Darunter befinden sich ein verstellbares Rad und ein Wasserhahn, auch dieser ist mit einem Stab ausgestattet. Man stellt sich also morgens im Halbschlaf unter die Dusche. Auf dem Rad steht ‘ Hot’ und ‘Cold’. Ist ja einfach, denkt man sich und dreht das Rad auf. Zuerst einmal laeuft einem eiskaltes Wasser ueber die Fuesse, sodass man erschrocken zurueckspringt und sich bestenfalls noch das Knie an einer Stange seitlich in der Dusche anschlaegt, die dafuer gedacht ist etwas aufzuhaengen oder sich festzuhalten. Also greift man zum Wasserhahn und zieht an dem schon erwaehnten Stab. Ab jetzt laeuft das kalte Wasser nicht mehr nur ueber die Fuesse sondern friert einen von oben her ein. Sich in die am weitesten vom Wasserstrahl entfernte Ecke der Dusche drueckend, stellt man fest, dass man das Rad erreichen muss, um das Wasser waermer zu stellen. Aber noch einmal unter den kalten Duschstrahl? – Nein! Die einzige Loesung ist sich an der Stange, an der man sich eben das Knie angeschlagen hat, festzuhalten und sich dann mit dem Fuss zum Rad vorzutasten. Damit sollte das Wasser hoffentlich bald waermer werden und in Zukunft ist man klueger und stellt das Rad von Anfang an auf ’Hot’.
Weiter zum Trinken. In Amerika befindet sich grundsaetzlich jedes Getraenk , bis auf Tee und Kaffee, im Kuehlschrank, und in jedes Getraenk, auch in Milch, Tee, Wein und Bier kommt mindestens ein Eiswuerfel. Hat man also Durst, muss man nur den riesigen, doppeltuerigen Kuehlschrank aufmachen, der so voll sein wird, dass man sich erst durch Bagels, Ahornsyrup und weiteres Essen wuehlen muss, um an die Cola zu kommen, von der man nach einer Woche die Nase voll haben wird und auf Wasser umsteigen wird. Wasser, nicht Sprudel, den gibt es in Amerika naemlich nicht allzu oft. Was man aber auf jeden Fall vermeiden sollte ist Hahnenwasser, da es stark mit Chlor versetzt ist und einen schon beim Riechen in Schwimmbadlaune versetzt.
Alles in allem waren das wohl die wichtigsten Tipps , wenn man als Fremder ein amerikanisches Haus betritt. Aber ich bin mir sicher, dass es irgendwo versteckt zwischen riesigem Fernseher, begehbarem Kleiderschrank und privatem Fitnessstudio noch weitere Herausforderungen gibt, die demjenigen, der sie zu loesen versucht, hoffentlich auch so viel Spass bescheren werden wie mir.
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Bericht von Tobias Györfi
Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika
Dass es hier in der USA anders ist als in Deutschland, wurde uns schon vorher deutlich gemacht. Angefangen bei der Schulkleidung, ueber das Essen bis hin zu all den ubergrossen Dingen ( Kuehlschraenke, Autos, Betten, …)
Meiner Meinung nach sind die groessten Unterschiede in der Schule zu finden. Die High School ist in vier verschiedene Stufen unterteilt: die Freshman, die Sophomore, die Juniors und die Seniors. Dabei sind die Freshman die Juengsten und die Seniors die Aeltesten. Die Art des Unterrichts ist sehr verschieden im Vergleich zu Deutschland. In jedem Klassenzimmer findet man eine hervoragende technische Ausstattung, die unter anderem PCs und Beamer beinhaltet. Diese werden auch fast die ganze Zeit benutzt. Die meisten Schueler kennen wahrscheinlich unsere normalen Tafeln gar nicht mehr, da fast nur mit PowerPoint gearbeitet wird. Auch die Art in der der Unterricht abgehalten wird ist total verschieden. Die Lehrer machen einen Frontalunterricht, in dem die Schueler fast nichts zu sagen haben und sich aber das Wichtigste selbst notieren muessen.
In jedem Klassenzimmer haengt zudem mindestens eine amerikanische Flagge. Die sogenannte “Pledge of Allegiance” wird jeden Morgen abgelegt. Die Pledge of Allegiance ist eine Art Treuegeloebnis gegenueber der Nation und der Flagge.
In jedem Fach ist man mit anderen Leuten zusammen, was man bei uns erst aus der Kursstufe kennt. Es gibt acht verschiedene Schultage (A-Day, B-Day,… H-Day), die aber fast immer die gleichen Faecher beinhalten.
Nicht nur dies unterscheidet sich von den deutschen Schulen sondern auch das enorme Gemeinschafts- und Zusammengehoerigkeitsgefuehl merkt man. Dies wird nicht nur durch die einheitliche Schulkleidung (deren Roecke aber bei weitem nicht uebers Knie reichen!!) deutlich, sondern man merkt es auch vor allem beim Sport!
Nach dem normalen Schulunterricht gibt es naemlich verschiedene Sportgruppen (z.B. Soccer, Football, Baseball, Basketball, Volleyball, Swimming, ...) die jeden Tag nach der Schule trainieren. Wir dagegen muessen uns in Deutschland selbst darum kuemmern in einem Sportteam mitzumachen und mit unseren zwei Stunden Sport in der Schule koennen wir da noch lange nicht mithalten. An den Wochenenden sind meist Spiele, bei denen die Schueler kommen um ihre Schule anzufeuern.
Auch durch spezielle Veranstaltungen wie z.B. der Green and White Day, oder das beruehmte Homecoming wird das Zusammengehoerigkeitsgefuehl unterstrichen.
Zur Schule kommen die meisten Schueler entweder mit den beruehmten gelben Schulbussen, oder sie lassen sich von den Eltern fahren, oder fahren am besten selbst zur Schule. Wobei das Fahren eher zur Nebensache wird, da waehrend dem Fahren meistens gegessen, sich geschminkt, etwas gesucht oder telefoniert wird!
Auch beim Essen sind viele Unterschiede festzustellen. Das in Amerika viel Fast Food gegessen wird ist keinVorurteil sondern entspricht wirklich der Wahrheit. Man ist mittags beim Lunch Fast Food, dann bevor man heim faehrt oft noch einmal und abends manchmal noch ein drittes Mal. Es gibt extrem viele Fast Food Restaurants, die von chinesischem Essen, ueber Mc Donalds, Burger King bis hin zu sogenannten Saladbars reichen. Dazu kommen noch Essenslaeden wie Dunkin Donuts oder der heissgeliebte WaWa!! Hinzu kommt noch, dass fast nur Cola getrunken wird. In den meisten Restaurants gibt es “free refills” und das Wasser ist kostenlos. Dies schmeckt man allerdings, da das Wasser meistens total nach Chlor schmeckt und man es fast nicht trinken kann. Es gibt generell keinen normalen Sprudel mit Kohlensauere.
Wir sehen hier sehr viel, lernen die amerikanische Kultur und auch den Schulalltag kennen und es ist sehr interessant und macht Spass. Ich rate jedem, der einmal die Chance hat, an so einem Austausch teilzunehmen, mitzumachen! Denn man lernt nicht nur neue und tolle Leute kennen, sondern man kann auch seine englische Sprache verbessern, sehr viel Spass haben und auch viele neue Erfahrungen sammeln! Wenn ich noch einmal die Moeglichkeit habe in die USA zu gehen, werde ich sie auf jeden Fall nutzen!
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Bericht von Melissa Gemmrich
Am Beach von Delaware
Nicht nur grosse, meist recht teure Haeuser haben sie, unsere hosts, und nicht nur drei oder vier Autos. Viele Familien besitzen ausserdem auch ein Haeuschen am Meer, meist ganz im Sueden von Delaware. Dort gibt es ganze Ortschaften, die zum Grossteil nur aus Ferienhaeusern oder zumindest Zweitwohnsitzen der wohlhabenderen Familien bestehen.
Das Haeuschen meiner Gastfamilie machte von aussen einen gemuetlichen Eindruck, die Haeuser hier sind meist bunt und nur einstoeckig, und die Fassaden sind vom rauhen Klima verwittert, was ihnen einen besonderen Charm verleiht. So unscheinbar das Haus von aussen auch wirkte, innen scheint es viel geraeumiger und ist dann doch wieder ein bisschen luxurioes eingerichtet, es stachen mir gleich beim Betreten drei Flachbildfernseher ins Auge, einer in der Kueche, einer im Kinderzimmer und einer im Wohnzimmer (selbstredend).
Die Besonderheit an Rehoboth Beach, wo sich das Strandhaus meiner Gastfamilie befindet, sind die zahlreichen Markenoutlets. Es gibt zehn Autominuten vom Strand entfernt mehrere riesige Areale mit unzaehligen Geschaeften. Dort kann man (wirkliche!) Schnaeppchen machen. Mit etwas Glueck bekommt man ein T-shirt von einer normalerweise eher teuren Marke fuer gerade mal 5 Dollar, also unter 4 Euro. Ueberhaupt kann man ihr auf allen Bereichen, von Elektronik bis Dekoartikeln guenstig einkaufen, es ueberwiegen aber die Markenbrands.
Anderen Orts findet man in dieser Gegend auch kleine, eher rustikale Geschaefte und Restaurants, in denen es etwas ruhiger zugeht. Bei gutem Wetter kann man seinen Tag auch am schoenen Strand verbringen und abends in einen Pub gehen, wo es angeblich sehr guten Cider gibt, was uns aber leider vorenthalten bleibt.
Insgesamt ist Rehoboth Beach super fuer ein Wochenende oder auch um nur einen Tag dort zu verbringen, denn die ca. anderthalbstuendige Autofahrt ist fuer amerikanische Verhaeltnisse ueberhaupt keine Entfernung.
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Bericht von Nils Lauer
USA Bericht: Phillies – Game (American Football)-
Die Phillies spielen in den Play offs, das heisst man spielt 7 mal gegen die gleiche Mannschaft und wer von beiden als erster 4 Siege errungen hat, ist der Sieger und spielt dann in der Worldseries . Dieses Jahr spielen die Philadelphia Phillies gegen die Los Angeles Doggers. Das Spiel, zu dem wir gingen, war das 4. und der Stand bis jetzt war 2:1 fuer die Phillies.
Los gings um 5:30pm., gleich nach der Schule wurden wir von Jeff Parmer, Jonathan Parmers Vater, abgeholt und fuhren direkt zum Stadion. Die Fahrt dauerte nur eine halbe Stunde, da das Stadion der Phillies, the Citizens Bank Park, ganz am Rande Philadephias liegt. Gleich neben dem Citizens Bank Park ( Baseballstadion ) liegt auch das Football Stadion der Philadelphia Eagles ( Lincoln Financial Center ). Auch befinden sich auf dem Gelaende eine Konzerthalle und das Eishockey- und Basketballstadion. Gleich nachdem wir einen Parkplatz fanden, begannen wir mit unserem Picknick, denn wie in Amerika ueblich, macht man bei Sportevents, auf dem Parkplatz an seinem Auto ein kleines Picknick. Woraus dann oft ein kleines Fest entsteht, weil einige Fans sogar grillen und dabei laut Musik hoeren. Danach machten wir uns dann auf den Weg zum Stadion. Da wir schon so frueh losfuhren konnten wir einen Parkplatz nah am Stadion ergattern und hatten so nur ca. 5 Minuten Fussweg.
Bevor man jedoch ins Stadion kommt, muss man durch eine strenge Sicherheitskontrolle und darf dann eintreten. Im Stadioninneren befinden sich dann unzaehlige Essens- und Getraenkestaende, sowie einige Fanshops in denen man Philliesmuetzen, T-shirts, Pullover und co kaufen kann. Das Stadion ist so gebaut, dass man selbst von hoechst gelegenen Plätzen aus, alles gut im Blick hat, daher machte es nichts aus, dass wir fast ganz oben sassen. Bis dann um 8 pm. das Spiel begann, heizte das Maskottchen der Phillies den Fans ordentlich ein. Das Maskottchen ist hell-gruen mit einer roehrenfoermigen Nase und heisst Phillie Phanatic. Es faehrt dann auf einem Quadbike ueber das Feld und sorgt fuer ordentlich Stimmung.
Um 8 pm. begann dann das Spiel und mit einem sehr guten Start konnten die Phillies gleich in Fuehrung gehen. Gleich im 1. Inning konnten sie 2 Punkte erzielen. Doch danach verlor das Spiel leider an Geschwindigkeit. In den naechsten 2 Innings passierte nahezu gar nichts. Beide Mannschaften konnten keine Punkte erzielen. Doch dann im 4. Inning wurde es wieder spannend. Die Doggers konnten mit 2 Punkten wieder auf Gleichstand ausgleichen. Das Spiel wurde jetzt zunehmend spannender, da im 5. Inning die LA Doggers auf 2:3 ausbauen konnten. Es blieb weiter spannend da das 6. Inning 1:1 endete und es so 3:4 stand. Danach goennte sich das Spiel erst mal eine kleine Verschnaufpause, da in den naechsten 2 Innings nicht sonderlich viel geschah. Doch dann im 9. Und letzten Inning wurde es nochmal so richtig spannend. Die Phillies hatten 2 Spieler auf, einen auf der 3. und einen auf der 2. Base und Rollins, der zu diesem Zeitpunkt Schlaeger war, hatte bereits 2 Strikes. Doch dann schlug er den Ball weit bis ans andere Ende des Spielfeldes und konnte so seiner Mannschaft zum Sieg verhelfen. Der Endstand war also 5:4 fuer die Phillies.
Es war das 4. von 7 Spielen. Drei davon gewannen die Phillies; wenn sie am Mittwoch den 22.10.09 gewinnen, spielen sie in der Worldseries gegen den Gewinner der Spiele New York Yankees vs. Los Angeles Angels um den Saisonsieg. Nach diesem letzten befreienden Schlag, jubelte das gesamte Stadion. 46 000 Zuschauer waren ausser Rand und Band. Doch da am naechsten Tag wieder Schule war, mussten leider direkt nach dem Spiel nach Hause gehen. Das Spiel endete ohnehin erst gegen 0 Uhr und durch den ganzen Verkehr der entstand, da gleichzeitig ein Rock Konzert stattfand, waren wir erst gegen1:30 am. daheim. Alles in allem war es also ein sehr spannendes Spiel und eine aufregende Erfahrung fuer mich.
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