Am 23. Februar 2026 fand an unserer Schule eine Klassenzimmerlesung in Erinnerung an den Luftangriff auf Pforzheim im Jahr 1945 statt. Die Veranstaltung mit dem Titel „Pforzheim kannst Du vom Atlas streichen“, einem Zitat des Schriftstellers Alfred Döblin, wurde von auswärtigen Gästen sowie den neunten Klassen des Kepler-Gymnasiums besucht.
Die beiden ehemaligen Geschichtslehrer Reinhard Kölmel und Fritz Schönthaler gestalteten die Lesung eindrucksvoll mit Auszügen aus Zeitzeugenberichten, die Esther Schmalacker-Wyrich in dem Band „Der Untergang einer Stadt“ zusammengetragen hat. Die bewegenden Schilderungen machten den Schrecken des Krieges deutlich und zeigten zugleich, dass hinter historischen Ereignissen immer einzelne menschliche Schicksale stehen.
Zum Abschluss fand ein Austausch mit den Schülerinnen und Schülern statt. Dabei wurde zum einen deutlich, wie wichtig es ist, die Erinnerung wachzuhalten, und zum anderen, welche Verantwortung mit dem Erinnern verbunden ist: Der 23. Februar 1945 hat sich unauslöschlich in das Gedächtnis der Stadt eingeprägt und steht bis heute für unermessliches Leid. Erinnerung ist mehr als bloße Rückschau – sie bedeutet Verantwortung für Gegenwart und Zukunft. Denn Frieden ist nicht selbstverständlich, sondern muss bewahrt und geschützt werden.
