Pädagogischer Tag 2026 am Kepler‑Gymnasium

Gemeinsam gestalten

Am 2. März 2026 wurde am Kepler‑Gymnasium ein Pädagogischer Tag veranstaltet, der zeigte, wie lebendig und engagiert unsere Schulgemeinschaft ist. Neben dem Kollegium nahmen auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler wie auch Eltern teil. Damit setzten sie ein Zeichen dafür, dass das Kepler‑Gymnasium ein Ort ist, den wir im Verbund miteinander weiterentwickeln können.

Im Mittelpunkt des Tages standen zwei große Themenfelder, die unsere Schule in den kommenden Jahren prägen werden: Zum einen wurde am Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt gearbeitet, wobei uns die Beratungsstelle Lilith zur Seite stand. Zum anderen wurde der Kepler‑Kompass inhaltlich ausgestaltet, ein Mentoring‑ und Persönlichkeitsentwicklungskonzept, das im Zuge der G9‑Reform für die Klassen 7 bis 10 eingeführt wird.

Austausch und Perspektiven

Der Tag begann mit einer Input‑Veranstaltung von Lilith. Parallel dazu brachten Schülerinnen und Schüler in einem Austausch mit erwachsenen Verantwortlichen ihre Perspektiven zum Schutzkonzept ein. Im Anschluss daran führte Lilith eine Schulhausbegehung durch. Hier gaben Kinder und Jugendliche Rückmeldung dazu, welche Bereiche des Schulgeländes aus ihrer Sicht verbessert werden könnten. Gerade der direkte Einbezug der Perspektive der Schülerinnen und Schüler kann als zentraler Baustein dafür gelten, dass das Schutzkonzept praxisnah und alltagsbezogen entwickelt werden kann.

Die Workshops

In mehreren Workshops arbeiteten Eltern und Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler anschließend gemeinsam an verschiedenen Themenfeldern. Neben dem Schutzkonzept reichte deren Bandbreite von Selbstorganisation bis hin zu Umwelt- und Gesundheitsfragen.

In dem Bereich Das Leben in der Schule mitgestalten zielten die Workshopteilnehmerinnen und -nehmer auf die Gestaltung einer Unterrichtseinheit ab, in der Schülerinnen und Schüler Reparaturen übernehmen, kreative Gestaltungen umsetzen oder Schulmerchandise entwickeln – ein Ansatz, der Verantwortungsgefühl und Identifikation mit der Schule fördern soll. Der Workshop zu Selbstorganisation, Stress- und Zeitmanagement widmete sich der Frage, wie Jugendliche Resilienz, Motivation und Struktur im Schulalltag aufbauen können. In der Kulturellen Bildung standen Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturen, der Abbau von Vorurteilen sowie kreative Auseinandersetzungen mit Themen wie Migration und Demokratie im Fokus. Der Bereich Gesundheit, Ernährung und Bewegung setzte auf praktische Gesundheitsbildung, die alltagsnahe Routinen ermöglichen und Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen soll, herauszufinden, „was im Alltag wirklich funktioniert“. Im Workshop Natur & Umwelt wurde eine Unterrichtseinheit zum Lebensraum „Wald“ anvisiert, die in einen selbstorganisierten Ausflug münden und Teamarbeit sowie verantwortungsvolles Handeln stärken soll. Schließlich arbeitete die Gruppe zur Prävention sexualisierter Gewalt an der gemeinsamen Entwicklung einer Umfrage, die als Grundlage für das schulische Schutzkonzept dienen wird.

Ergebnisse und Ausblick

In allen Gruppen wurde intensiv diskutiert und gestaltet. Die Präsentationen am Nachmittag zeigten, wie viel in nur kurzer Zeit entstehen kann. Mit den Ergebnissen aus den Workshops und den Rückmeldungen der Beteiligten im Rücken gehen wir nun die nächsten Schritte. Weiterhin verfolgen wir dabei das Ziel, das Kepler‑Gymnasium als gemeinsamen Lern‑ und Lebensort weiterzuentwickeln.

Für ihre Unterstützung möchten wir allen Beteiligten herzlich danken.

Maximilian Karbach

Im Auftrag der Steuergruppe