Wie erleben Menschen in Pforzheim das Radfahren im Alltag? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Geographiekurs der Kursstufe 1 im Rahmen einer Straßenumfrage am Leopoldplatz. Die SuS befragten Passantinnen und Passanten in der Innenstadt und werteten die Ergebnisse anschließend aus.
Deutlich wurde dabei vor allem eines: Für viele Befragte spielt das Fahrrad im Alltag in Pforzheim bislang nur eine geringe Rolle. Fast die Hälfte der befragten Personen gab an, in Pforzheim nie Fahrrad zu fahren. Nur ein kleiner Teil nutzt das Fahrrad regelmäßig, obwohl hundert Prozent der Befragten ein Fahrrad besitzen.

Als Hauptgrund nannten viele Befragte, dass Pforzheim aus ihrer Sicht nicht fahrradgerecht sei. Besonders häufig wurden dabei die mangelhafte Fahrradinfrastruktur sowie die hohe Verkehrsbelastung und problematisches Verkehrsverhalten genannt. Auch die Topografie der Stadt wurde als Hindernis erwähnt, spielte aber eine deutlich kleinere Rolle als die Bedingungen im Straßenverkehr.

Auf dieser Grundlage entwickelte der Kurs auch konkrete Vorschläge zur Förderung des Radverkehrs in Pforzheim. Als besonders sinnvoll wurden mehr Fahrradabstellplätze, sicherere Kreuzungen mit besseren Markierungen oder eigenen Fahrradampeln sowie eine Förderung von E-Bikes gesehen, um die topografischen Herausforderungen der Stadt besser auszugleichen. Auch der Ausbau des Radwegenetzes wurde als wichtig eingeschätzt, allerdings zugleich als aufwendiger und nur teilweise schnell umsetzbar bewertet, da dafür auf manchen Straßen mehr Platz und höhere Investitionen nötig wären.
Ermutigend ist, dass eine Mehrheit der Befragten Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs grundsätzlich unterstützen würde. Die Umfrage zeigt damit: Das Thema bewegt viele Menschen in Pforzheim und eine fahrradfreundlichere Stadt ist für viele keine Randfrage, sondern ein konkreter Wunsch für die Zukunft.

Diagramme: Iris N. & Safina A.
Gerade mit Blick auf die bevorstehende Aktion STADTRADELN wird deutlich, wie aktuell das Thema ist. Eine stärkere Förderung des Radverkehrs könnte nicht nur den Alltag vieler Menschen erleichtern, sondern auch einen Beitrag zu mehr Bewegung und Gesundheit, weniger Luftverschmutzung, geringerem CO₂-Ausstoß und insgesamt zu einer lebenswerteren Stadt leisten.
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