Drei Tage lang stand für 20 Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse alles im Zeichen der Ersten Hilfe. In der Theodor-Zeller Hütte in Schellbronn absolvierten sie eine intensive Grundausbildung, bei der sie wichtige Kenntnisse für Notfallsituationen erwarben und vor allem viele praktische Erfahrungen sammeln konnten. Trotz der teilweise kurzen Nächte war die Motivation während des gesamten Wochenendes groß – getragen von viel Teamgeist, guter Stimmung und jeder Menge Spaß.
Unter fachkundiger Anleitung beschäftigten sich die Teilnehmenden mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Sie übten die stabile Seitenlage, trainierten die Herz-Lungen-Wiederbelebung, lernten den sicheren Umgang mit einem automatisierten externen Defibrillator (AED) und erfuhren, wie ein Motorradhelm im Notfall fachgerecht abgenommen wird. Darüber hinaus standen der richtige Umgang mit Vergiftungen, Verbrennungen sowie verschiedenen Verletzungen wie Knochenbrüchen auf dem Ausbildungsprogramm.
Besonders eindrucksvoll waren die realitätsnahen Fallbeispiele. Mit täuschend echtem Fake-Blut geschminkt mussten die Schülerinnen und Schüler plötzlich in nachgestellten Notfallsituationen reagieren, Verletzte versorgen und als Team zusammenarbeiten. Manche Situationen führten anfangs durchaus zu einer kleinen Überforderung. Schließlich war vieles Neuland. Umso beeindruckender war es zu sehen, wie sich alle gegenseitig unterstützten und von Übung zu Übung sicherer wurden. Und wenn einmal eine etwas kreative Antwort kam, sorgte der Spruch eines Ausbilders regelmäßig für Gelächter: „Das lassen wir mal so stehen.“
Auch außerhalb der Ausbildung war Teamarbeit gefragt. In der Selbstversorgerhütte wurde gemeinsam gekocht, gegessen und aufgeräumt. Zwischendurch sorgte sogar der Siebenschläfer Fred, der sich in der Küche eingenistet hatte, für Abwechslung. Nach den intensiven Ausbildungseinheiten blieb außerdem genügend Zeit für gemeinsame Freizeitaktivitäten: Ein Besuch im Freibad, Spieleabende mit Gesellschaftsspielen (darunter die ein oder andere spannende Runde Feed the Kraken) sowie gemütliche Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows rundeten das Hüttenlager ab.
Am Ende waren sich alle einig: Das war weit mehr als ein Erste-Hilfe-Kurs. Neben vielen fachlichen Inhalten entstanden neue Freundschaften, der Teamgeist wurde gestärkt und die Teilnehmenden nehmen viele gemeinsame Erinnerungen mit nach Hause. Ein herzlicher Dank gilt Herrn Arning von der Pforzheimer Feuerwehr sowie allen, die dieses lehrreiche und abwechslungsreiche Wochenende ermöglicht haben.




