Kepler-Gymnasium Pforzheim

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Berichte von außerunterrichtlichen Veranstaltungen

Berlinfahrt 2017 der Kursstufe 2

Eine Woche lang besuchte der Geschichtskurs der Stufe 2 das Zentrum Deutschlands für Geschichte und Politik.
Im Vordergrund stand dabei natürlich den zuvor behandelten Unterrichtsstoff hautnah mitzuerleben und zu vertiefen.
Ganz im Sinne unseres diesjährigen Schwerpunktthemas „Deutschland nach 1945“, besuchten wir die Schauplätze unserer Geschichte.
Dabei konnten wir nicht nur den vorherigen Aufbau der Mauer sehen, uns wurde auch zum ersten Mal bewusst, welche Bedeutung dieser wirklich zukam. Wir erfuhren von einzelnen Schicksalen, von Menschen, die ihre Familie
n und Freunde durch die Mauer verloren oder gar ihr Leben
ließen bei dem Versuch diese zu überwinden. Wir verstanden, was es heißt frei zu sein und was die Menschen bereit gewesen waren für eine solche Freiheit zu riskieren. Es fiel uns schwer uns vorzustellen wie die Menschen damals mit der Mauer lebten. Familien, Freunde, Nachbarn, ja eine Nation getrennt durch eine Mauer, welche in nur sehr wenigen
Fällen erfolgreich überwunden werden konnte. Daraufhin zu sehen, wie Künstler aus aller Welt die Mauer in ein gigantisches, kilometerlanges Kunstwerk verwandelt hatten war beeindruckend. Uns wurde erneut vor Augen geführt, dass die Geschichte nicht einfach Geschichte ist, sondern stets die Gegenwart beeinflussen wird. Geschichte ist etwas aus das man nur lernen kann; Etwas, das zwar vergangen ist, aber niemals ganz in Vergessenheit geraten sollte.
Neben der Mauer, war es unser Ziel das Leben in der DDR näher kennen zu lernen, da uns dieses doch immer
sehr fremd erschien. Das Stasigefängnis in Berllin
– Hohenschönhausen zeigte uns, was mit denjenigen geschah die für ihre Träume und Rechte einstanden, die sich dem Staat wiedersetzten und gegen deren Unterdrückung ankämpften. Innerhalb der Mauern des Gefängnisses war es beklemmend, denn uns war bewusst, dass dies kein bloßer Unterrichtsstoff, nicht nur irgendwelche Zeilen in unseren Kursbüchern waren. Es handelte sich hierbei um unsere Vergangenheit, welche einmal an genau diesen Ort Realität gewesen war. Eine Realität, ein Alltag geprägt von Erniedrigung, Folter, Verhören, Schmerz und Tod.
Jedoch war die Geschichte Deutschlands nicht unser einziges Ziel. So besuchten wir unter anderem auch unser politisches
Zentrum. Der politische Alltag eines Bundestagsabgeordneten wurde uns mithilfe einer kleinen Führung durch das Reichstagsgebäude und einigen politischen Workshops nähergebracht. Auch wenn wir aufgrund der sich plötzlich ändernden Wetterverhältnisse keine Chance hatten, die
berühmte Kuppel des Gebäudes zu besichtigen, konnten wir viel aus diesem Tag mitnehmen.
Neben vielen weiteren Besichtigungen und Führungen ganz im Sinne unseres diesjährigen Themas, besuchten wir auch die vielen Wahrzeichen Berlins, wie das Brandenburger Tor oder
den Fernsehturm. Wir hatten die Möglichkeit uns sehr viele Museen und Kulturplätze an zu sehen und uns in kleineren Gruppen in unserer Freizeit frei in Berlin zu bewegen. So wird wohl jeder Schüler seine ganz eigene Erinnerung an das winterliche Berlin haben, aber auch an eine tolle und aufregende gemeinsame Zeit unseres Kurses zurückdenken.
Die Berlinfahrt 2017 wird für uns alle eine Erinnerung bleiben, an die wir gerne zurückdenken werden, denn in Berlin haben wir nicht nur viel gesehen und erlebt, sondern auch eine neue Sache an Pforzheim zu schätzen gelernt: unseren Winterdienst!

Rahel S., Kursstufe 2 (Januar 2017)


POL&IS SIMULATIONSSPIEL 2016
Das POL&IS Planspiel ist eine super Möglichkeit, um einen besseren Einblick in die internationalen Beziehungen zu bekommen. Unser Spiel erstreckte sich insgesamt über drei Tage und fand in den Räumlichkeiten der Kirchfeld-Kaserne der Bundeswehr in Karlsruhe statt – diese Zeit hat sich definitiv gelohnt!
Jedem Spieler wurde eine Rolle zugeteilt, welche er verkörpern musste, z.B. Regierungschefin von Arabien, Außenminister von Japan oder Chefredakteurin der Weltpresse. Geleitet wurde diese Simulation von den Jugendoffizieren Hauptmann Hehmann und Hauptmann Kling.
Jeder Mitspieler traf dabei politische Entscheidungen für seine Region, so musste z.B. Indien den historisch größten Stromausfall überwinden, der 600 Millionen Menschen betraf. Die Nord-Amerikaner stellten zwar die stärkste Region, mussten aber mit einem exorbitanten Schuldenberg arbeiten, der ihre Handlungsmöglichkeiten stark einschränkte.
Alle Teilnehmer haben im Verlauf der drei Tage viele Verhandlungen führen müssen und mindestens eine Rede vor der Vollversammlung der UN gehalten – dort mussten sie sich auch den bohrenden Fragen der Weltpresse oder geradezu feindlicher Regionen erwehren (die beiden Jugendoffiziere gaben den Schülern auf Nachfrage gerne kritisches Feedback zu ihrer Rhetorik).
Wir, die Presse, haben vor allem gemerkt wie viel Einfluss wir in der POL&IS Welt haben. Durch eine gezielte Falschmeldung hätten wir im schlimmsten Fall sogar einen Dritten-Weltkrieg anzetteln können! Der Job der Presse fordert vor allem Aufmerksamkeit und die Fähigkeit gewiefte Fragen zu stellen um auch mit unkooperativen Regierungschefs gut klarzukommen.
Das Planspiel der Bundeswehr ist sehr gut um die internationalen Beziehungen und die Vorgänge dieses politischen Systems in der Realität nachvollziehen zu können.
Lea Golosch & Benedict Beck (Weltpresse) (Dezember 2016)


Der Pforzheimer Friedensweg am 23. Februar 2016

Am Ende des Zweiten Weltkriegs, am 23. Februar 1945, wurde Pforzheim während eines 20minütigen Bombenangriffs fast vollständig zerstört.

Um dieser Tragödie zu gedenken und gleichzeitig zu mahnen, dass solch ein Grauen wie dieser von Deutschland begonnene Bombenkrieg sich nicht wiederholen darf, hat das Kepler-Gymnasium an diesem 71. Jahrestag gemeinsam mit der Nordstadtschule, der Markusgemeinde und dem Bürgerverein Nordstadt am Friedensweg teilgenommen.

SchülerInnen der Kunstprofilklassen 8a/b setzten sich im Vorfeld mit Bildern des zerstörten Pforzheims auseinander und gestalteten dazu ihre Vorstellung vom (Wieder-) Aufbau. Von den entstandenen Arbeiten wurden Postkarten hergestellt, welche in allen Klassen des Gymnasiums verteilt wurden und im Deutsch- oder Geschichtsunterricht auf der Rückseite mit Gedanken, die die SchülerInnen mit dem Thema Krieg und Gewalt assoziierten, beschrieben.

An der Nordstadtschule, der zweiten Etappe des Friedensweges, verlasen SchülerInnen diese Gedanken und Apelle von den Postkarten ihrer MitschülerInnen und verteilten anschließend die Postkarten an die TeilnehmerInnen des Friedensweges, um die Erinnerung und die aus den nationalsozialistischen Verbrechen erwachsene Verantwortung weiterzugeben.

Auch SchülerInnen der Klasse 9a des Kepler-gymnasiums beteiligten sich am Friedensweg. Sie verkauften Armbänder „gegen Gewalt“ und setzten mit ihrem Banner „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ein Zeichen für Friedfertigkeit und Toleranz.

Vielen Dank an die Organisatoren und alle Mitwirkenden, die diesen Abend zu einer eindrücklichen und erinnerungswürdigen Veranstaltung gemachten haben, vor allem vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs in Syrien und den Eindrücken von Clausnitz, es seien hier nur zwei Beispiele genannt, ist es wichtig, sich für Frieden und Toleranz einzusetzen.

HEY / FVR (Februar 2016)

Arbeiten von SchülerInnen der Klasse 8b