Kepler-Gymnasium Pforzheim

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Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus

Reinigung der Stolpersteine in der Pforzheimer Nordstadt

„Früher wohnten sie in ihren Häusern, vielleicht nebenan, die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Auch in unserer Stadt. Immer weniger Menschen erinnern sich noch daran.
Seit langem wissen wir, dass damals neben dem millionenfachen Mord an europäischen Juden auch Sinti und Roma, geistig behinderte Menschen, psychisch Kranke, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und politisch Verfolgte zu den Opfern zählten. […]“

So beginnt der Einführungstext auf der Homepage http://stolpersteine-pforzheim.de. Der Text auf der Homepage fährt fort:

„Künstlerisch gestaltete Pflastersteine werden in Gehwegen verlegt, in unmittelbarer Nähe zu den damaligen Wohnungen der Opfer.
Auf jedem Stolperstein stehen Name, Lebensdaten und Schicksal des Opfers.
Diese Biografie entreißt die Toten ihrer ausschließlich numerischen Betrachtung durch die NS-Bürokratie und gibt ihnen ihre menschliche Würde zurück. Nicht als Grab- oder Gedenkstätten sind die Stolpersteine gedacht. Sie wollen nicht die einstigen Täter anprangern oder gar eine ganze Generation von Mittätern belasten.
Als Stolpersteine im übertragenen Sinn fordern sie unsere Aufmerksamkeit im Vorübergehen. Stolpersteine wollen Fragen und Diskussionen zum NS-Regime auslösen und die Erinnerung an seine Opfer aufrechterhalten.“

In diesem Sinne verkörpern die Stolpersteine in Pforzheim dringende Anliegen der Fächer Geschichte und Gemeinschaftskunde und passen hervorragend zu unserem Schulprojekt Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus.

Daher hat die Klasse 10a am 3. Februar 2017 stellvertretend für das Kepler-Gymnasium an der diesjährigen Pforzheimer Aktion Reinigung der Stolpersteine teilgenommen und zahlreiche Stolpersteine der Nordstadt vom Straßendreck befreit.

Mögen die gesäuberten Stolpersteine noch mehr Aufmerksamkeit für Ihr wichtiges Anliegen wecken!

FVR