Berichte vom Austauschbesuch 2005


16.10.2005 - Simon Haller
Dieses Jahr bot sich uns wieder die Möglichkeit eines Amerika-Austausches! Nun sitze ich hier und hab keine Ahnung was ich schreiben soll, was sich aber in den nächsten Tagen ändern wird. Der besagte Austausch hat nämlich schon begonnen! Anreise: Die Reise begann um 7.15 Uhr morgens am Stuttgarter Flughafen. Entsprechend war frühes Aufstehen angesagt, was aber auf Grund der Aufregung niemand gestört hat. Mit Massen von Gepäck flogen wir mit einem Flugzeug der Air France nach Paris. Dort warteten wir einige, mehr oder weniger unfreiwillige, Stunden auf unseren Weiterflug. Nach der besagten Wartezeit ging es endlich weiter. Direkt nach Philadelphia. In dessen Umgebung wir die nächsten drei Wochen verbringen werden! Jede(r) der 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist dort in einer Gastfamilie für diesen Zeitraum untergebracht. und natürlich auch die beiden begleitenden Lehrkräfte Frau Schmid und Frau Degenhard, die ihr sicher schon vermisst habt, oder? Doch selbst hier können wir nicht auf die Schule verzichten. Ob ihr's glaubt oder nicht! Der lange Flug hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir sind alle wohl auf. Viele Grüße aus den US-Bundesstaaten Delaware, Pennsylvania and New Jersey! Euer Amerika-Berichterstatter Simon und natürlich auch alle anderen Teilnehmer(innen) P.S. Wir melden uns bald wieder!
 
29.10.2005 - Lukas Brendel schreibt:
Die Privatschule „Salesianum“
Am Montag den 17.10.2005 gehen wir zum ersten Mal in die Schule. Die Jungs auf die Privathighschool „Sales“ und die Mädchen auf die Archmere Academy. Ganz zu Beginn muss ich ankündigen:
Diese Schule unterscheidet sich so ungefähr in 60% aller Dinge von einer Deutschen Schule.
Wir kommen also zu dieser Schule und ich werde gleich von ihrer enormen Größe „überrollt“. Ganz zu schweigen von dem ungefähr zweieinhalb Mal so großen Schulgebäude, haben die Amerikaner um ihre Schule eine riesige Fläche an Sportplätzen:
Zwei Fußballplätze, vier Tennisplätze, eine gewaltige Turnhalle einen Footballplatz und sogar ein kleines Footballstadion……..
Außerdem gibt es noch einen riesigen Saal der ungefähr halb so groß ist wie das Stadttheater in Pforzheim. Dieser Bereich wird für Aufführungen und Schulversammlungen genutzt.
Das Schulgebäude ist wie folgt aufgebaut:
Jeder Lehrer hat sein eigenes Klassenzimmer, welches von ihm alleine so eingerichtet wird, wie er es sich wünscht. In den Fächern wie Mathe, Englisch, Spanisch…… gibt es an den Wänden haufenweise tafeln. Dazu hat noch jedes Klassenzimmer einen Beamer, der mit einem PC verbunden ist, auf dem die Lehrer ihren ganzen Stoff gespeichert haben. Nur so nebenbei: in dieser Schule gibt es Schlappe 300 PCs.
Auf den Gängen und überhaupt in der ganzen Schule ist es sehr sauber und die Einrichtung ist so amerikanisch, dass es gar nicht mehr amerikanischer geht! Überall sind Vitrinen, die die verschiedenen Fächer charakterisieren, oder man sieht die verschiedenen Auszeichnungen, die Schüler erzielt haben. Sind Mal keine Vitrinen in die Wände eingelassen, sieht man anstelle von ihnen die so genannten „lockers“, also die typisch amerikanischen Schließfächer. Jeder Schüler besitzt eines dieser Fächer, in denen er seine ganze Schulausstattung „lagert“. Die einzelnen Schulstunden dauern nicht 45 Minuten sondern 60 Minuten. Der Unterricht beginnt um 8.15 Uhr und endet um 14.15 Uhr. Jeder Schüler hat so zu sagen seinen eigenen Bildungsplan, das heißt dass er seine eigenen Fächer wählen kann; demzufolge sind die Stundenpläne jedes Schülers anders und es existieren keine wirklichen Klassen sondern nur „Grades“ (Jahrgänge). Auf dieser Privatschule gehen nur Jungs, vielleicht ist dies auch der Grund, warum hier so eine Lockere Stimmung herrscht! Aber überhaupt ist die ganze Atmosphäre in der amerikanischen Schule anders. Die Schüler haben richtig Spaß in die Schule zu gehen. Alle (90%) Lehrer sind „voll locker drauf“ und sind wahnsinnig nett, freundlich und hilfsbereit. Die Beziehung zwischen den Schülern und den Lehrern ist sehr eng. Wenn ich mir das so anschaue, sieht es so aus als ob der Onkel den Neffen oder der Großvater den Enkel unterrichten würde. Im Vergleich könnte man sagen, dass die Lehrer in Deutschland sehr distanziert sind und vor allem sehr steif und verspannt unterrichten. Manch ein Lehrer würde jetzt sagen, dass es nötig sei, nicht locker zu unterrichten. Aber ich kann nur sagen, dass obwohl nicht alle mucksmäuschenstill dasitzen und keinen Unsinn machen, alle trotzdem etwas lernen und sogar sehr gute Noten haben. Ich glaube, dass dies in einer Deutschen Schule nicht möglich wäre! In der Mitte des Schultages haben die amerikanischen Kinder 30 Minuten Pause, in der sie sich in der Cafeteria aufhalten (Die Cafeteria ist etwa drei Mal so groß wie unsere am Kepler). Allerdings haben nicht alle Schüler gleichzeitig Pause. In dieser Cafeteria kann man sich typisch amerikanisches Fastfood-Essen wie zum Beispiel Pizza, Pommes oder Hamburger aber auch Salate und Brezeln kaufen. Passend dazu gibt es noch vier Getränke Automaten, bei denen man jedes X-beliebige Getränk (sogar Wasser J) kaufen Kann. Des Weiteren gibt es noch diverse Snackautomaten und einen Shop für Schulmaterialien. Außerdem gibt es täglich nach der ersten Stunde ein etwa 15 Minütiges Schulfernsehen, das von Schülern moderiert wird. So erfährt man alles aktuelle und interessante über die Schule aber auch politisches und Umfragen usw….. Auch die Schülerzeitung (Salesianum Review), die jeden Monat erscheint ist nicht von schlechten Eltern.
Dann gibt es noch einen weiteren Unterschied zu einer Deutschen Schule, und zwar den Sportunterricht betreffend. In Deutschland hat man mindestens zwei Stunden in der Woche Sport, wo man sich (finde ich jedenfalls) nicht so sehr anstrengt und wo man alle Sportarten machen muss (egal ob sie einem gefallen oder nicht). In der Schule hat man eine einzige von der Schule aus Organisierte Sportart, die sich jeder Schüler selbst aussuchen kann. Das heißt man hat viel mehr Bewegung als in Deutschland (Weil das wie ein Verein ist) und man hat Spaß am Sport, weil man nur das macht, was einem wirklich Spaß macht.
Es gibt allgemein hier viel mehr Aktivitäten die man nach der Schule machen kann!!!
Zusammenfassend kann man nicht wirklich sagen welche Schule wirklich besser ist (vor allem, weil wir nicht auf einer öffentlichen amerikanischen Schule Waren. Die Eltern der Schüler müssen jährlich rund 7500 Dollar an die Schule zahlen.
Aber diese amerikanische Schule hat auf mich wirklich einen stark positiven Eindruck hinterlassen.
Lukas Brendel
 
Theresa Heyer dichtet (29.10.2005):
AMERIKA


Amerika, Amerika ,
am 15 Oktober waren wir endlich da.
Die Gastfamilien sind echt nett
und komfortabel ist unser Bett.
Die Haeuser hier sind wunderschoen,
man moecht fast nicht nach draussen gehn!
Doch ist man erst mal ausser Haus,
kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus.
Alles hier ist riesengross
und ueberall ist etwas los!


Amerika, Amerika,
halli hallo wir sind jetzt da.
Das Essen ja das ist sowas,
den Leuten hier macht essen Spass!
Morgens, abends, mittendrin,
Fast food essen ist hier in!
Doch auch Gesundes gibts hier im Uebermass.
Wie schon gesagt,essen macht Amerikanern Spass!


Amerika, Amerika,
seit mehreren Tagen sind wir schon da.
Die Schule hier die ist der Hit.
Die Lehrer dort sind alle fit!
Jeder kommt in Uniform ,
die Disziplin hier ist enorm!
Die Buecherei seh ich von innen oft,
in der Cafeteria bin ich oefter als erhofft .


Amerika, Amerika,
seit einiger Zeit sind wir schon da.
Ich muss schon sagen du gefaellst mir sehr.
Du, der einsame Kontinent in dem grossen Meer.
Verliebt hab ich mich als ich dich sah,
vorallem in Brew HaHa und WaWa.
Ich hoffe dir restliche Zeit hier wird noch schoen,
denn bald muessen wir leider wieder gehn.
Aber keine Angst ich komm nochmal her,
denn wie gesagt: Amerika du gefaellst mir sehr!
 
Der Alltag junger Amerikaner?!
Naja, erstmal sind die Schueler bis um halb drei in der Schule. Danach sollten sie in irgendeiner AG sein, denn dass gibt Bonuspunkte fuers College und man hat bessere Chancen auf dem Wunsch College genommen zu werden! Die AGs gehen dann mindestens bis um halb fuenf. Danach duerfen sie nach Hause aber da wir uns hier auf einer Privat Schule befinden koennen die Schueler einen sehr weiten Schulweg von bis zu einer Stunde haben. Sind sie dann endlich daheim muessen sie noch einen Berg Hausaufgaben erledigen und dann ist es schon wieder Zeit ins Bett zugehen! Sie haben also eigentlich nur am Wochenende Freizeit und dass ist gerade in den schoen Wetter Monaten sehr traurig!
Die Familie isst selten zusammen denn immer fehlt mindestens einer, weil er Training hat. Und ich glaube dass ist mit ein Grund warum Familien Feste hier sehr wichtig sind und sehr ernst genommen werden!
Ich habe es sehr genossen hier sein zu duerfen und das alles erleben zu koennen! Das Land ist einfach wunderschoen und eines Tages werde ich zurueck kommen und mir noch andere Gebiete ansehen!
Diana
 
NEW YORK!
was für ein Gefühl hat man wenn man einen Tag in New York verbracht hat
und dann abends, wenn eigentlich alles dunkel sein sollte auf dem Empire
State Building geht??? Ich werde versuchen es zu beschreiben.
Tagsüber war man begeistert soooo viele Menschen zu sehen, die alle anders
aussehen als man es gewohnt ist. Nie trifft man auf Menschen der gleichen
Nationalität, nacheinander. jeder ist mit einer anderen Absicht in New
York, jeder mit
anderen Erwartungen und Gedanken. an jeder Ecke kann man „I LOVE NEW YORK“-
T-Shirts kaufen, überall gibt es was neues zu sehen, überall Geschäfte,
die man nicht kennt. man hat Angst sich in den relativ kleinen Häusern
verlaufen zu können, man wartet auf den Bus an Haltestellen, die man selbst
übersieht und der Busfahrer manchmal auch. man sieht kaum den blauen
Himmel, bzw. den grauen, denn es war furchtbar kalt an diesem tag, man sieht
ihn nicht weil die Häuser alle verdammt groß sind, groß nicht im Sinne
von lang, oder breit, sonder HOCH!!
und dann?? nachdem man sich schon ein wenig an die riesige Hektik in der
Stadt, bzw. Stadtteil Manhatten , gewöhnt hat, wird es dunkel. Andere
Gesichter tauchen auf, vielleicht auch ein bisschen angsteinflösendere Gesichter.
jeder umklammert seinen Geldbeutel und Kamera. Bis man dann auf den
Timessquare, zum Treffpunkt kommt. Dort ist alles hell, hell wie am Tag
überall gibt es leuchtende Werbefilme, die einem vielleicht erahnen lassen wie
es in Las Vegas sein muss. An jeder Ecke wird man zu einer „Broad Show“
eingeladen, die natürlich der Hammer sein müssen in New York, die Stadt
der Nationalitäten.
Dann geht es los, noch total überwältigt von den Eindrücken am Tag, gehen
unsere Lehrer sogar noch einen Schritt weiter, sie gehen  mit uns auf das
Empire State Building!!! Erst mit dem Aufzug, dann noch einige Treppen zu
Fuß, bis man oben angekommen ist.

Ja. Und dann? Dann ist man sprachlos. Man öffnet eine der Türen, die in
das Freiheit führen und hat vor sich einen Blick, den man vielleicht nur aus Filmen
kennt. ein Meer aus lichter unter einem, ein Meer aus Lichtern, die aus
Hochhäusern heraus scheinen. und was denkt man in diesem Augenblick??? Man
denkt: OH MANN MIR IST SOOO KALT!!! Denn es ist furchtbar windig da oben und
man fängt an sich einzupacken und wie im Winter. Erst dann schaut man
noch mal runter. auf einem Hochhaus sieht man den Buchstaben „K“. Zufällig
haben genau die Fenster Licht, die dann zusammen den Buchstaben „K“
darstellen.
Dann hört man etwas. Es ist das allgemeine Geräusch, das die Stadt von
sich gibt. Beängstigend, wie eine große Maschine, die auf irgendetwas die
ganze Zeit hinarbeitet.

Tja...und dann? Dann fühlt man sich so unbedeutend und unwichtig wie
seltenst. Man steht über einer riesigen Maschine, mit Millionen von
Menschen in ihr, die auf irgendetwas hinarbeiten, und keiner weiß auf
was??? Man sieht das Ganze und fühlt den Wind und denkt: Was mach ich hier
eigentlich????
Ja und dann kann man sich entscheiden. Entweder man kippt um, oder man geht
wieder runter in dem Gedanken die Welt zu retten, oder man macht es sich
einfach, wie alle Menschen, und ignoriert diese Gefühle ganz einfach!!!

Viel Spaß in New York!!
 
Grüße
Ayla Nawaz
 
Nuetzliche Tipps
 
 
1.)    Ueberquere nie die Strasse, da du eine/n heranfahrende/n Radfahrer uebersehen koenntest
2.)    Sei nicht schuechtern und fuehl dich wirklich wie zuhause, wenn sie es dir anbieten
3.)    In grossen Staedten: Mach dich mit dem Stadtplan vertraut
4.)    Zeige nicht oeffentlich, dass du ein Tourist bist ( sprich nicht mit Fremden ;) )
5.)    Versuche nicht, alleine herumzufahren bzw. Herumzulaufen – die Strassenfuehrung ist oft sehr verwirrend
6.)    Du musst deinen Teller nicht leeressen ( was sie den deutschen nachsagen); geh nicht davon aus, dass sie Massen essen, im Restaurant kannst du dir problemlos Alles einpacken lassen
7.)    Nicht alle Klischees sind wahr!!!
  
Nuetzliches Vokabular
 
You’re welcome
Bitte ( als Anwort auf “danke)
Nice to meet you
Beim 1. Treffen
Hi/ Hi, I’m fine
Antwort auf „Hi, how are you?“)
Laundry
Waesche
Bathroom
Nicht: toilet
cinnemon
Zimt
Pretzel
Brezel (ja, gibts hier ueberall)
  
Das war’s fuers Erste. Unsere Zeit hier ist wirklich awesome ;) (das am meisten gebrauchte Wort der jungen Amerikaner! Genau uebersetzt wird es jedoch mit „ehrfuerchtig“)
  
Jeanette & Julia
 
Ein gewoehnlicher Schultag in Amerika
Einen Schultag an einer amerikanichen Schule kann man ueberhaupt nicht mit dem an einer deutschen Schule gleichstellen, da es viel zu viele Unterschiede gibt.
Die Unterrichtsvorbereitung:
Zunaechst einmal treffen sich die Schueler einer Klasse im “Homeroom” mit dem jeweiligen Klassenlehrer. Dort wird dann vor Unterrichtsbeginn eine Art “morgentliches Treffen” veranstaltet. Dabei werden die Schueler per Durchsage von den Schulsprechern und dem Direktor begruesst. Anschliessend wird ein Gebet gesprochen und danach steht jeder Schueler auf, dreht sich zur amerikanischen Flagge (die in jedem Raum ist) und spricht….
Danach werden noch bestimmte Termine genannt wie z.B. bevorstehende Sportveranstaltungen. Nach dieser Durchsage hat dann jeder Lehrer Zeit, um wichtige Blaetter auszsuteilen.
Nun koennen die Schueler zu ihren Schliessfaechern gehen, um ihre Schulsachen fuer die naechste Stunde zu holen, falls sie diese nicht schon im Schulranzen haben.
Der Unterricht:
Meistens werden als erstes die Hausaufgaben der Schueler eingesammelt, damit sich der Lehrer einen Eindruck der Mitarbeit eines Schuelers machen kann. Anschliessend beginnt der Lehrer mit seinem vorbereiteten Unterricht und dabei benutzt er entweder seinen Laptop und projeziert sein Tafelbild auf eine Leinwand oder er benutzt eine Tafel, auf der man mit einem Filzstift schreiben kann.
Im grossen und ganzen werden von den Schuelern kaum muendliche Beitraege verlangt. Hauptsaechlich spricht der Lehrer und die Schueler hoeren zu.
Die Pause:
Waehrend der Pause sitzen die Schueler ueblich in ihrer Kantine und essen dort ihr Vesper, dass sie entweder selber mitgebracht haben oder dort kaufen. Es gibt auch immer etwas warmes zu essen und man hat eine sehr grosse Auswahl.
Vor dem Essen wird von einem Lehrer ein Tischgebet ausgesprochen und anschliessend kann jeder reinhauen.
Nach dem Unterricht:
Nach jedem regulaeren Schultag gibt es seine Vielfaeltigkeit an verschiedensten Sportarten. Man kann diese jedoch nicht mit unseren AGs vergleichen, da in Amerika fast jeder Schueler in einer Schulmanschaft ist.
Dadurch koennen sich Schueler aus verschiedenen Jahrgaengen kennenlernen.
Da jede Schule sehr viele Manschaften hat, werden entweder unter der Woche oder am Wochenende verschiedene Wettkaempfe veranstaltet. Dabei hat jede Schule ihre Trikots.
Neben den Sportvereinen gibt es jedoch natuerlich auch andere Taetigkeiten, wie z.B. die Theatergruppe.
 
Natalie Polivka