Berichte vom Austauschbesuch 2007 von


Bericht von Carla Seemann
 

Dass es hier anders werden wuerde als “daheim” das wussten wir bereits vor Antritt unserer grossen Reise. Es gab so viel zu beachten: Angefangen bei der Rocklaenge bis zu Gespraechsthemen bei Tisch. Letztendlich konnten uns all diese Ratschlaege auch nicht weiterhelfen als wir aus der Tuer des Flughafens traten und dachten: “Mein Gott, das ist Amerika!”

Unverkennbar waren wir richtig gelandet. Allein schon die grossen, komfortablen Autos waren Beweis genug. Nicht zu vergessen die unheilvoll aussehenden Security-Maenner, die ueberall auf  dem  Flughafengelaende anzutreffen waren. Ich fuehle mich in Deutschland ehrlich gesagt sicherer, obwohl fuer die Sicherheit weniger  auffaellig gesorgt wird.

Aber wie gesagt ist Deutschland nicht Amerika und deshalb moechte ich einige wichtige Unterschiede im Folgenden festhalten.

Allein schon in der Schule lassen sich davon eine Menge feststellen. Wobei man dabei natuerlich beachten muss, dass wir das Privileg haben, hier eine Privatschule besuchen zu duerfen, was nicht selbstverstaendlich ist. Ganz im Gegenteil - wer auf eine Privatschule gehen will,  muss hier eine Menge Geld zahlen, doch nur wer eine Privatschule besucht hat, hat optimale Voraussetzungen fuer den spaeteren Collegebesuch, der wiederum auch eine Menge Geld kostet. Daraus laesst sich schliessen, dass die Chancenungleichheit zwischen Arm und Reich in Amerika grosser ist als in Deutschland, wo sich zwar auch nur die Reichen zum Beispiel Nachhilfe leisten koennen, aber trotzdem jeder, dessen Leistungen ausreichend sind, auf ein Gymnasium gehen kann. Und auch wenn es “nur”  ein Oeffentliches ist, wie z.b. das Kepler, glaube ich doch, dass wir gute Voraussetzungen haben, einen hohen Bildungsstandard zu erreichen. Der Unterschied zwischen Privat- und oeffentlicher Schule ist bei uns in Deutschland demnach nicht so gross wie in Amerika.

Auch die Art des Unterrichts ist ziemlich verschieden. Waehrend die Lehrer hier in vielen Faechern einfach nur einen 45-minuetigen Monolog halten und sich die Schueler Notizen machen muessen, duerfen wir uns in Deutschland am Unterricht beteiligen, diskutieren und unsere Meinung sagen. Diese wird hier eher selten gesagt und gefragt.

Die Anforderungen hier sind hoeher als bei uns und das Einhalten der Schulordnung ist genauso selbstverstaendlich wie die technische Ausstattung in jedem Klassenzimmer. Die meisten Schueler hier kennen unsere traditionelle Tafel, auf der man noch mit Kreide schreibt, wahrscheinlich gar nicht mehr!

Laut meiner Austauschpartnerin ist es hier uebrigens normal, dass die Schueler nicht mehr als sechs Stunden Durchschnittschlaf bekommen, weil sie sonst mit ihren Hausaufgeben nicht fertig werden wuerden.

Ebenso ist die Schulgemeinschaft, das Zusammengehoerigkeitsgefuehl zwischen den Schuelern ein anderes. Dies wird nicht nur durch die Schuluniformen (deren Roecke uebrigens bei weitem nicht uebers Knie gehen!) deutlich, sondern vor allem beim Sport. Hier ist es fuer jeden Schueler Pflicht, in einem Sportteam mitzuwirken (man hat z.B. Soccer, Football und Volleyball zur Auswahl),  das jeden Tag nach der Schule trainiert. Da koennen wir mit unsere Doppelstunde Sport in der Woche nicht mithalten. Bei uns muss sich  jeder selbst darum kuemmern, in einen Sportverein einzutreten und diesen dann in seiner Freizeit besuchen.

Auch durch spezielle Veranstaltungen wie der “Spirit Week”, die letzte Woche stattfand und bei der man sich jeden Tag einem anderen Motto gemaess verkleiden musste oder beim “Homecoming” wird das Zusammengehoerigkeitsgefuehl unterstrichen.

Ich wage es fast nicht, diese Veranstaltungen mit unseren spaerlich besuchten Theaterauftritten oder dem Kulturnachmittag zu vergleichen, bei dem ca. 20 Leute anwesend waren.

Erst hier in Amerika wurde mir besonders deutlich, wie schlecht unsere Schulgemeinschaft im Vergleich abschneidet. (Uebrigens: Hier werden auch viel mehr soziale Projekte veranstaltet. Die Schueler helfen z.B. in einer Suppenkueche oder machen Spaziergaenge mit Rollstuhlfahrern in einem Altenheim.) Doch was macht den Unterschied? Das gemeinsame Beten und der Treueschwur vor dem Unterricht oder  allgemein die Mentalitaet der Amerikaner, die Stolz auf ihr Land sind?

Zumindest laesst sich feststellen, dass die Schueler stolz auf ihre Schule sind. 

Dies wurde uns vor allem am Montag, bei einem Wettrennen des Run Cross Country Teams deutlich. Die Teilnehmenden gaben alles um zu gewinnen; ihre persoenliche Bestzeit aufzustellen. Doch hatten wir eher den Eindruck, dass die Schueler nicht aus Spass am Rennen mitmachten, sondern fuer ihre Schule. Alle standen sehr unter Druck, denn jeder sollte seine persoenliche Bestzeit laufen.

 Es gab Traenen, Zusammenbrueche und grosse Anspannung.

Wenn man das z.B. mit Veranstaltungen der Art an unserer Schule vergleicht, wie dem Sparkassenwettschwimmen oder dem Theaterwettbewerb, so laesst sich feststellen, dass wir diese Dinge zwar auch Ernst nehmen, bei uns aber vor allem der Spass an der Sache Im Vordergrund steht und nicht nur die Leistung.

 So kann man den grossen Nationalstolz, den die Amerikaner haben, schon bei kleinen Dingen feststellen: Die Schueler sind stolz auf ihre Schule, die Amerikaner allgemein stolz auf ihr Land. Sie bezeichnen sich selbst als “fuehrendeWeltmacht” und haengen ihre Fahne auf.

Wo ist unser Nationalstolz? Bei der WM konnte man ihn das erste Mal erahnen, doch wurde es dort auch als kritisch angesehen, weil die Zeit des Dritten Reichs noch nicht so lange zurueckliegt.

 Ich faende es gut, wenn wir etwas vom Stolz der Amerikaner abhaben koennten, es sollte jedoch nicht so extrem sein wie hier, wo ich das Selbstbewusstsein der Nation uebertrieben finde.

Natuerlich zeigen sich auch beim Essen viele Unterschiede: Die Amerikaner glauben wirklich, sich mit fettreduzierten Lebensmitteln und Toastbrot, mit Obst, das schon geschnitten gekauft wird und in Erdnussbutter gedippt wird (man koennte sich ja zu gesund ernaehren!) gesund zu ernaehren.

 Dass hier viel Fastfood gegessen wird, ist ausserdem nicht nur ein Vorurteil, sondern entspricht wirklich der Wahrheit.

Abschliessend moechte ich sagen, dass anders nicht gleich schlecht bedeutet und dass es wirklich spannend ist, mal etwas komplett anderes zu erleben. Wenn es auch nur fuer drei Wochen ist.

 
Bericht von Tobias Korn
 

Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Schulen

 

Wir besuchen nun seit einer Woche die amerikanische katholische Jungenschule Salesianum und stiessen nautuerlich sofort auf diverse Unterschiede im Bezug auf den deutschen Schulalltag. Allein das Schulgebaeude der Salesianum High-School ist unserem des Kepler-Gymnasiums weit ueberlegen. Das Schulgelaende umfasst nicht nur das besonders grosse Schulhaus,sondern weiterhin auch Footballplaetze,Soccerplaetze…

Das Schulhaus beinhaltet eine riesige Cafeteria, eine eigene Schuelerbibliothek,eine riesen Versammlungshalle fuer saemtliche Ankuendigungen, deren Groesse man in Deutschland eher aus dem Theater als aus dem Schulgebaeude kennt.Es besteht aus weitaus mehreren Klassenzimmern,wobei diese hier nicht,wie bei uns in Deutschland, ausschliesslich den Schulfaechern zugeordnet werden, sondern hier besitzt jeder Lehrer sein eigenes Klassenzimmer,welches er nie wechselt und auch nach seinem eigenen Geschmack mit zum Beispiel Familienfotos oder Plakaten seiner Wahl ausstatten und dekorieren kann. Hier warten also nicht vor der Stunde die Schueler auf den Lehrer wie bei uns,weil dieser erst seine Unterrichtsutensilien wechseln und sein naechstes Klassenzimmer aufsuchen muss,sondern hier erwarten die Lehrer bereits im Klassenzimmer ihre Schueler. Auch die Schulzeiten und Stundenplaene unterscheiden sich stark von unseren in Deutschland. Waehrend an deutschen Schulen der Unterricht fuer die meisten Klassen um 7.45 beginnt und wiederrum fuer die meisten Schueler um 12.55 endet, beginnt an unserer amerikanischen Partnerschule Salesianum der Unterricht fuer alle Schueler um 8.17 und endet fuer alle Schueler um 14.52, wobei danach noch verpflichtete (!!) "After-School Activities" stattfinden,die dann etwa gegen 16.30 enden.

Fuer alle gut 1000 Schueler gibt es auch 2 feste Zeiten fuer die Mittagspause,jeweils im Wechsel aufgrund der hohen Schuelerzahl. Die Mittagspause MUSS in der Cafeteria zugebracht werden,entweder mit eigenem Vesper von zu Hause,oder aber man bedient sich am reichhaltigen Bueffet der Schulcafeteria, welche sich von Pasta und Pizza ueber Hamburger bis zu amerikanischen Spezialitaeten wie "Meatballs".

Die Mittagspause findet fuer die erste Gruppe gegen 11.20 Uhr,fuer die zweite Gruppe gegen 11.50 Uhr statt,welche dafuer die gerade laufende Stunde unterbricht, um sie nach dem Mittagessen wieder fortzufuehren. Die meisten Schueler sind auch schon vor dem offiziell ein Beginn um 8.17 morgens in der Cafeteria, meistens gegen 7.30, um sich dort dann am Fruehstuecksbuffet mit Ruehrei,Pancakes,Bacon oder diversen anderen typischen amerikanischen Fruehstuecksgerichten zu bedienen, oder einfach ihre Hausaufgaben fuer den vor ihnen liegenden Tag,die sie am Tag zuvor nicht erledigen konnten "nachzuholen"

Zu Beginn des Schultages begeben sich nun also alle Schueler zu ihren jeweiligen Raeumen fuer die erste Stunde,in welcher sie bereits von ihrem Lehrer erwartet werden.

Und hier treffen wir auch schon auf die naechsten groben Unterschiede im Vergleich mit der uns bekannten  deutschen Lehrmethode. Statt trockenen Tafelanschrieben, Wissenspredigten und eventuellem Overhead- Einsatz erwartet die Schueler hier eine geniale Kombination aus Leherer-Artikulation und Powerpoint-Einsatz, dies erzielt nicht nur einen staerkeren Lerneffekt bei den Schuelern, sondern gestaltet die Stunden auch weitaus interessanter und anschaulicher.

Auch der Bezug zwischen Lehrer und Schueler gleicht an amerikanischen Schulen in keinster Weise den deutschen. Waehrend an deutschen Schulen die Lehrer eher Abstand zu den Schuelern halten, existiert an der amerikanischen Schule ein eher kumpelhafter Umgang, statt mit einem groben "Guten Morgen Herr/Frau…" begruessen sich Lehrer und Schueler hier oftmals eher mit einem Handschlag oder aehnlichem.

Die Stunden dauern hier auch nicht wie in Deutschland alle strikte 45 Minuten, sondern sie wechseln zwischen 50 und 60 Minuten,keine Stunde ist solang wie die darauf folgende. Auch die Stundenplaene sind anders. Waehrend in Deutschland einfach strikt die Woche durchstrukturiert wird, gibt es in Amerika den sogenannten A-Day,B-Day…..G-Day,diese routieren im Laufe der Schultage und jeder enthaelt die verschiedenen Stunden. Ein weiterer Unterschied besteht in den Schulfaechern. In Amerika waehlen die Schueler bereits mit eintreten in die High-School ihre Faecher, welche nicht ausschliesslich wie bei uns aus Dingen wie Erdkunde, Biologie, Chemie… bestehen,sondern hier haben sie noch Faecher zur Auswahl wie zum Beispiel "Drafting", wo sie architektische Grundlagen erlernen oder "Writing Skills", wo man lernt, moeglichst schnell, fehlerfrei und ohne hinzuschauen zu tippen.

Ausserdem gibt es auch keine festen Klassen, statt wie in Deutschland 5.,6.,7…Klasse gibt es hier zum ersten Altersunterteilungen wie "Freshmen", "Junior" und "Senior", allerdings auch Unterteilungen,was das Koennen der Schueler betrifft. Dieses wird in 4 Gruppen unterteilt, von 1,den Schlechtesten bis 4, den Besten, weshalb es durchaus auch vorkommen kann, dass ein vierzehnjaehriger ein Unterrichtsfach zusammen mit einem siebzehnjaehrigen besucht. Es gibt auch keine festen Klassen, sondern sie werden fuer jedes Fach neu zusammengestellt, wie in Deutschland fuer die Kursstunden, allerdings hier bereits ab der ersten High-School Klasse.

Auch der Sportunterricht ist von Grund auf verschieden, anstatt sich wie in Deutschland durch Volleyball,Fussball und auch Dingen wie Leichtathlethik und Bodenturnen quaelt, waehlt hier jeder eine Sportart, welche er dann in jeder Sportstunde auswaehlt und damit auch automatisch der dazugehoerigen Schulmannschaft angehoert. Hier gibt es fuer die Schulmannschaften auch strukturierte Ligen und Wettkaempfe, waehrend die dort errungenen Trophaen in der Schule fuer alle sichtbar ausgestellt werden.

Alles in Allem sind deutsche und amerikanische Schulen sehr verschieden, beide haben ihre Vor- und Nachteile.

 

Die Rechtschreibfehler im obigen Text verstecken sich dort vor Chuck Norris

 
Bericht von Sandra Ketterl
 

New York, New York

 

Die letzten 2 Tage haben wir in der wahrscheinlich coolsten Stadt der Welt verbracht: N.Y.C.! Am Dienstag Morgen um 8 a.m. gings los, ein weisser Bus hat uns vor der Schule abgeholt und wir sind total aufgeregt nach NY aufgebrochen. Die Fahrt dauerte ca 3 Stunden, was wahrscheinlich damit zusammenhieng, dass der Verkehr in NY etwas chaotisch ist. In unserem Hostel angekommen haben wir erstmal das Gepaeck verstaut und sind dann letztendlich mit etwas Verspaetung zum Metropolitan Museum of Art, kurz MET, durch den Central Park gelaufen. Schon auf diesem Weg haben wir mindestens 100 Bilder gemacht und es sollten noch Tausende folgen. Nachdem wir einige Zeit im MET verbracht hatten und Kunstwerke aus allen Epochen und Laendern bestaunen durften, wurden wir nun freigelassen und waren in dieser riesengrossen Stadt auf uns allein gestellt! In unserer Freizeit stand natuerlich Shopping an erster Stelle! Die Time Square an der 42nd Street war das Paradies fuer die Extreme-Shopper unter uns (Mosi, Nico). Aber auch fuer dich weniger Shoppingbegeisterten ist der Time Square ein wahres Highlight, Leuchtreklamen, Skyscapers und Menschen soweit das Auge reicht! Als es dunkel wurde sind wir zum Empire State Building gelaufen, das mit 443,2m hoechste Gebaeude in NY! Im 86. Stock angekommen hatten wir von der Aussichtsplattform einen unbeschreiblichen Blick ueber NY, wir alle waren sprachlos und fasziniert vom Lichtermeer das uns dieser Ausblick bot. Einfach AWESOME und wunderschoen!!!

Am naechsten Morgen gingen wir um 8.30h zur Freiheitsstatue, bzw wir fuhren mit der Faehre daran vorbei. Irgendwie kam uns die Statue im Vergleich zu der Skyline die sich vor uns aufbrachte klein und verloren aus! Nach unserer Bootstour sind wir zum Ground Zero gelaufen, niemand hatte sich diesen schrecklichen Ort so gross vorgestellt. Ein leeres Loch voll trauriger Erinnerungen inmitten New Yorks. Doch die Bauarbeiten fuer die 2 neuen "Freedom Towers" haben schon begonnen. Zu einem Besuch bei Ground Zero gehoert auch die Gedenkkapelle, voll von Erinnerungen an den 11. September. Danach hatten wir wieder Freizeit, was die meisten von uns wiederum zum Shoppen an der Times Square oder in Chinatown genutzt haben.

Nach diesen 2 anstrengenden aber interessanten Tagen sind wir wieder zurueck nach "Hause" gefahren...

 
Bericht von Cindy Heizmann

 

Die Schule beginnt in Archmere jeden Morgen um 8.10 Uhr, aber die meisten sind schon frueher in der Schule, sitzen in die Cafeteria oder Buecherei und machen noch schnell Hausaufgaben, lernen oder bereiten sich auf den bevorstehenden Schultag vor.

Die Schueler kommen entweder mit dem typisch gelben Schulbus zur Schule, die meisten lassen sich von Mama/Papa fahren oder kommen gleich mit dem eigenen Auto.
Schliesslich darf man in den USA schon mit 16 hinters Steuer. Es gibt sogar ein Fach in der Schule (Driver's Education), in dem man Autofahren lernt.
Hat man dann seinen lang ersehnten Fuehrerschein und am besten noch sein eigenes Auto, geht es fast niergendwo mehr ohne Auto hin. Waehrend dem Autofahren wird dann nebenher gegessen,gelesen,telefoniert oder geschminkt wodurch das Autofahren wirklich zur Nebensache wird. Das sieht dann ungefaehr so aus:
In der linken Hand das Handy, in der rechten Hand einen Snack, gelenkt wird mit den Knien und schalten braucht man ja nicht weil hier so gut wie alle Autos Automatik sind.
Aber nun wieder zurueck zur Schule.
Nachdem alle an ihrem Schliessfach waren,beginnt der Schultag puenktlich um 8.10 Uhr mit dem allmorgendlichen Gebet, das als Durchsage in jedes Klassenzimmer dringt. Danach schwoert jeder die Pledge of Allegiance zur amerikanischen Flagge.Dabei stehen alle auf, drehen sich in Richtung Flagge,die uebrigens in jedem Klassenzimmer haengt und legen ihre rechte Hand aufs Herz.Danach werden noch Termine und Ansagen durchgesagt, dann erst beginnt der eigendliche Unterricht.
Im Unterricht wird sehr viel Technik verwendet.
Die meisten Lehrer machen Power Point Presentation, manche schreiben auf eine mit Filzstiften beschreibare Tafel oder haben einen Magna-Doodle Bildschirm, auf dem sie schreiben und es dann auf die Leinwand projektieren. Tafeln und Kreide gibt es hier nicht.
Die Schueler muessen sich allgemein nicht viel am Unterricht beteiligen und Tafelanschriebe gibt es auch nicht, so schreibt sich jeder das ab, was er fuer wichtig haellt und arbeitet den ganzen Stoff dann noch einmal zuhause durch.
In der dritten beziehungsweise vierten Stunde ist dann Lunchpause, in der die Schueler entweder ihr Mitgebrachtes essen (das Essen befindet sich in einer Papiertuete, dem sogenannte Lunchpaket) oder sich etwas in der Cafeteria kaufen, wobei es groesstenteils nur Pommes, Burger oder Suessigkeiten zu kaufen gibt.
Der Unterricht endet jeden Tag um 14.30 Uhr, dann ist noch von 15-17 Uhr Sport angesagt.
Die meisten sind hier in einem Sportteam wie Soccer, Football, Hockey, Volleyball oder Cross Country.
Gegen 18 Uhr ist man endlich zuhause, dann wird auch gleich Dinner gegessen und danach stehen noch Hausaufgaben an. Viele arbeiten bis spaet in die Nacht, bis sie mit allen Hausaufgaben fertig sind.
Allgemein ist mir aufgefallen, dass die Amerikaner sehr beschaeftigt und immer auf Achse sind.
Am Wochenende sind entweder Sportverantstaltungen der einzelnen Teams oder die Familien gehen in Supermarkt einkaufen.
Die Supermaerkte in Amerika sind riesig und es gibt so viel Sachen zu kaufen.
Ausserdem ist fuer uns in den USA alles viel viel billiger, es lohnt sich also dort einkaufen zu gehen.
Essen gehen ist auch ganz anderst als in Deutschland.Wenn man in ein Restaurant geht,wartet man bis einem der Kellner einen Platz zuweist. Auf keinen Fall geht man rein und setzt sich gleich hin.
Das Gute ist: Wasser (ohne Kohlensaeure) ist umsonst. Und bestellt man sich eine Cola oder aehnliches, bekommt man sooft man will nachgeschenkt, ohne extra zahlen zu muessen (free refills)


Ich bin froh, dass ich an diesem Austauschprogramm teilgenommen habe.
Ich habe von diesem Austausch viele neue Freunde mitgenommen, Erfahrungen gesammelt, viel Spass gehabt und mein Englisch verbessert.
Danke Danke Danke fuer die schoene Zeit!!!!

 
Bericht von Elena Ziegler
 

Unterschiede zwischen Amerika und Deutschland

 

Die Hauptunterschiede zwischen Amerika und Deutschland zeigen sich fuer mich vor allem im Schulsystem: an der Highschool gibt es vier Stufen, die Freshman, die , die Juniors und die Seniors, wobei die Seniors die Aeltesten und die Freshman die Juengsten sind.

Die Schueler duerfen ihre Stunden jedes halbe Jahr, also jedes Semester, frei waehlen und auch eine Fremdsprache nach z.B. einem Semester wieder abwaehlen. Die einzigen Faecher, die man nehmen muss, sind Englisch, Mathematik und Religion. Natuerlich muss man eine bestimmte Anzahl von Stunden haben, um genau zu sein sechs, aber ausser diesen Kursen, darf man sich aussuchen, welche man nehmen moechte und wie viele Kurse man zusaetzlich nehmen will. Man sammelt auch soetwas wie “credit points” in jedem Fach, wovon man am Ende des Jahres eine bestimmte Anzahl haben muss. Jeder Schueler hat seinen eigenen Spint, wo die Buecher und Schulsachen aufbewahrt werden. Es gibt keine festen Klassen, sondern feste Klassenzimmer. Zwischen den Stunden haben die Schueler nur vier Minuten Pause, dafuer aber einen halbstuendigen Lunch. Es gibt eine Cafeteria, die jedoch fast nur fast food verkauft und auch die sogenannten vending-machines, die Suessigkeiten verkaufen. Die Schueler muessen Schuluniformen tragen, die Maedchen Roecke und Blusen, die Jungen Hemden mit Kravatte und Anzughosen.

Es besteht auch ein grosser Unterschied in der Unterrichtsdurchfuehrung, da die meisten Lehrer nur vor der Klasse stehen und Monologe halten und keinen Schueler mit in den Unterricht einbeziehen. Die Schueler machen sich lediglich Notizen und hoeren zu. Deswegen haben sie auch so viel mit den Hausaufgaben zu tun, da sie fast alles daheim lernen muessen. Die Hausaufgaben werden in sogenannten Hausaufgabenpaketen ausgeteilt mit einer Liste, welche Nummern bis wann fertig sein muessen. Die Hausaufgaben werden jedes Mal im Unterricht korrigiert, dann aber trotzdem noch einmal vom Lehrer eingesammelt, kontrolliert und meist auch benotet.

Es gibt eine Menge an Sportangeboten und fast jeder Schueler macht dort einen Sport. Man kann hockey, cross country, football, soccer, volleyball, dancing, cheerleading oder swimming machen, wobei man nicht mehr als zwei Mal unentschuldigt fehlen darf, da man sonst aus dem Team geworfen wird. Der Sport gibt auch noch einmal extra credits, was gut fuer die College-Bewerbung ist. Doch durch den Sport ist man jeden Tag mindestens bis fuenf Uhr in der Schule und muss danach noch Hausaufgaben machen.

Die Schule hat ein Maskottchen, welches der Pinguin ist und die Schulfarben sind weiss und gruen. Durch die Sportteams, die Schuluniform und die Schulfarben, besteht ein riesiger Zusammenhalt zwischen den Schuelern, da jeder fuer die “Archmere Auks” ist und “proud to wear green”. Doch irgendwie hat der Sport schon etwas Extremes erreicht, da man den Sport schon fast fanatisch betreibt und bei einem Rennen von den Trainern so gepusht wird, dass man extra Plaene aufstellt, was man noch vor dem Rennen essen/trinken darf. Die meisten Schueler zwingen sich ueber die Ziellinie zu laufen und brechen dann einen Schritt spaeter zusammen, denn wenn man nicht bis zu Ende laeuft, sondern mittendrin aufhoert, wird man sozusagen vom Team “geaechtet”. Die Trainer finden es auch normal, wenn man vor einem Rennen vier oder mehr Aspirin nimmt, damit man den Schmerz, wenn man laeuft, nicht so sehr spuert.

Trotz allem wird durch dieses Gruppengefuehl ein ganz anderes Schulklima erzeugt, und auch die Stufen kennen sich untereinander viel besser, da man nicht immer mit denselben Leuten Unterricht hat. Jeder Senior ist der Mentor eines Freshman, wodurch auch die juengeren Schueler mehr Kontakt zu den aelteren Schuelern haben.

Am Anfang jeden Tages kommt zuerst eine Durchsage mit einem Gebet und danach wird der Schwur auf die Fahne geleistet, wobei jeder Schueler aufstehen muss und sich der amerikanischen Fahne, die in jedem Zimmer mindestens einmal haengt, zuwenden muss. Auch wird in jedem Fach vor Unterrichtsbeginn gebetet.

Generell ist der Unterricht sehr gut, doch meist immer nur auf Amerika bezogen und nie auf irgendein anderes Land. Man spricht selten ueber andere Laender, und wenn man es tut, dann immer im Vergleich zu Amerika stehend.

 
Bericht von Samira Rasokat
 

Unser Aufenthalt in Amerika war fuer uns (mich) eine einzigartige Erfahrung!! Jeder Tag hatte seine Highlights und wenn ich an die letzten 3 Wochen denke, fallen mir sooo viele Dinge ein, die ich erzaehlen koennte, es war einfach eine unglaublich schoene Zeit!! Unsere erste Schulwoche war die "Spirit Week" mit den Themen CLASH Day, DECADE Day und GREEN+WHITE Day, fuer die Schueler hier heisst das eine Woche ohne Schuluniformen in super schraegen Outfits... Wir haben uns natuerlich auch den Themen entsprechend gekleidet, was super viel Spass in den doch einseitigen Schulalltag hier brachte!!!!! Zu den Unterschieden im Schulsystem, mit dem Wissen, dass Archmere eine Privatschule ist und sich dadurch von den Puplic Highschools unterscheidet, kann man sagen, die Lehrer unterrichten fast nur mit Power Point, sie schreiben viel mehr Tests und Arbeiten, muessen sehr sehr sehr viel zu Hause erarbeiten, haben unglaublich viele Moeglichkeiten nachmittags Sport zu machen und haben frueher ihren Schulabschluss, koennen frueher anfangen zu studieren, was ich persoenlich viel besser finde. Unseren ersten Ausflug machten wir nach Philadelphia, wir besuchten die Liberty Bell und die Independence Hall und waren in unserer Freizeit auf Shopping Tour. Am ersten Wochenende war dann das Homecoming Spiel "unserer" Footballmannschaft, wir wurden mit Homecoming T-Shirts in Schulfarben (Gruen/ Weiss), Gruenen Ketten und Schminke ausgeruestet und freuten uns spaeter ueber den Sieg "unserer" Mannschaft!! Unter den Ausfluegen nach Philadelphia, New York und Washington war mein Highlight, wie von vielen anderen wahrscheinlich auch New York. "The City that never sleeps". Die zwei Tage gingen wie erwartet viel zu schnell vorbei, doch werden sie einem immer in Erinnerung bleiben.. Als wir von unserer Herberge mit der Subway ins Zentrum gefahren sind und ploetzlich zwischen all den vielen Wolkenkratzern standen, eindeutig New York City, das Rockerfeller Center mit einer Schlittschuhlaufbahn davor, der Times Square mit all den Leuchtreklamen... Ein super Abschluss an diesem Tag war der Ausblick vom Empire State Building bei Nacht, die ganzen Hochhaeuser, die kleinen Autos, ein Lichtermeer, beeindruckend... Am naechsten Tag sind wir mit der Faehre an der Freiheitsstatue vorbeigefahren, leider bei Regen und grauem Himmel.. Dann sind wir ueber die Wall Street zum Ground Zero gelaufen, die Groesse dieser "leeren" Flaeche und die Andenken und Schrift-/Informationstafeln in der St. Paul's Chapel waren bewegend. An unserem zweiten Wochenende gab es von der Schule aus eine Halloween Party, fast alle waren kostuemiert und hatten super viel Spass... Fuer uns Deutsche war es aber doch ungewohnt von Polizisten und Lehrern beobachtet zu werden, was fuer die Schueler hier normal ist und sie nicht stoert... Unser letzter Ausflug nach Washington D.C. war interessant, wir hatten eine Fuehrung durchs Capitol und waren im National Air and Space Museum. Unsere Gastfamilien haben uns soooo herzlich empfangen, sodass wir uns schnell wie zu Hause fuehlten und haben neben unseren Ausfluegen noch viel mit uns unternommen... Wir haben also wirklich viel gesehen, den amerikanischen "Schulalltag" kennengelernt und viele neue Freundschaften geschlossen. Jedem, der die Moeglichkeit hat einen Austausch zu machen, wuerde ich nach meinen Erfahrungen auf jeden Fall dazu raten...